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Sportler per Pedes im Warendorfer Land unterwegs

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Am Sonntag, dem 01.Juli schwangen sich über 30 Sportsfreunde, nachdem sie sich bei einem ausgiebigen Frühstück im Vereinsheim DJK Vorwärts gestärkt hatten, auf die harten Fahrradsättel.

Zu Beginn führte die Strecke hinter der Langst Richtung Vorhelm, von dort durchs Schäringerfeld durch Enniger zur ersten Station an der Rückkämper Kapelle. Seit weit über 300 Jahren grüßt das kleine Kirchlein von seiner leicht erhöhten Lage in die Nachbarschaft.

Vorbei an der Kapelle Buddenbaum radelte man durch die Bauernschaft Fintrup nach Freckenhorst. Die imposante Stiftskirche, oft auch, ohne Übertreibung, Bauerndom genannt, übertrifft nicht nur in der Größe, sondern auch im Alter die Rückkämper Kapelle bei weitem: die Kirchweihung datiert auf das Jahr 1059, wovon auch das eindrucksvolle Relief-Taufbecken zeugt.

 

Ein paar Informationen zur Kirchengeschichte (gut an der bronzenen Eingangstür illustriert), ein kleiner musikalischer Beitrag in der perfekten Akkustik der Kirche, ein Blick auf den Thiatildisschrein und schon ging’s (vielmehr rollte) es durch Bockholts Büsche Richtung Neuwarendorf.

Dort stärkte sich der Tross ausgiebig in bestem westfälischem Ambiente im wunderschönen Garten des Elternhauses von Theo Frielinghaus .

Danach fiel es nicht allzu leicht, die gemütlichen Polster der Gartenstühle gegen die harten Sättel einzutauschen.Doch bereits nach wenigen Kilometern gab es wieder eine Paus.: Eine im Rahmen des Ems-Radweges angelegte Aussichtsplattform gab den Blick frei auf den Baggersee der Warendorfer Kalksandsteinwerke. Bereits vor dem Sandabbau sind Spuren einer sächsischen Siedlung, etwa aus dem 7. Jahrhundert, gesichert worden.

Den immerhin 70 Meter hohen Klauenberg ließen die nun mittlerweile bereits etwas müden Radler links liegen und gelangten über Müssingen nach Everswinkel.

Die Rast in der Ortsmitte, an der St. Magnus-Kirche, machte deutlich, dass das Interesse an sakraler Kunst mittlerweile ziemlich nachgelassen hatte.

So kam auch fast allen der folgende Abschnitt bis zum Haus Vorhelm recht lang vor. So verzichtete man auf das Angebot der von Schall-Riaucour auf Erklärungen zum Schloß und raffte sich dann lieber auf, den restlichen Weg zurück zum Vereinsheim in Angriff zu nehmen.

Mal abgesehen davon, dass die Tagesstrecke von über 70 km doch von einigen als zu lang angesehen wurde, war man froh, den ganzen Tag über nicht nass geworden zu sein und sich nun wieder dem widmen zu können, was den ganzen Tag etwas zu kurz gekommen war: Dem Essen und Trinken.

Von Theo Frielinghaus

   
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